Wie Produkte in KI-Suchen auftauchen
Shownotes
Viele Menschen stellen ihre Produktfragen inzwischen direkt an ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Diese Folge geht durch, was die Anbieter selbst über die Produktauswahl dokumentieren – und was daraus für Onlineshops folgt.
In dieser Folge:
- Warum es keine belastbare Liste von Rankingfaktoren für KI-Suchen gibt
- ChatGPT: welche Produktdaten OpenAI empfiehlt und wer einen direkten Feed liefern kann
- Google: Universal Commerce Protocol und der Bericht AI Performance Insights im Merchant Center
- Perplexity: was der Anbieter zur Produktauswahl sagt
- Was daraus für die Produktdaten im eigenen Shop folgt – und was nicht
Verfügbarkeit, Stand Anfang Oktober 2026:
- AI Performance Insights: nur für englischsprachige Suchanfragen und Händlerkonten in Australien, Indien, Kanada, Neuseeland und den USA
- Kauf direkt in Googles KI-Oberflächen (UCP): Pilot in den USA
- Direktkauf bei Perplexity: nur in den USA
- Direkter Produktfeed an OpenAI: nur für zugelassene Partner
Quellen: OpenAI Help Center – Shopping with ChatGPT Search: https://help.openai.com/en/articles/11128490-shopping-with-chatgpt-search OpenAI Developers – Agentic Commerce: https://developers.openai.com/commerce/guides/key-concepts Google Merchant Center Help – About AI performance insights: https://support.google.com/merchants/answer/17200695 Google for Developers – UCP integration in Merchant Center: https://developers.google.com/merchant/ucp/guides/integration-ui/overview Google Search Central – AI features and your website: https://developers.google.com/search/docs/appearance/ai-features Perplexity Help Center – What is Instant Buy?: https://www.perplexity.ai/help-center/en/articles/10352906-what-is-instant-buy
Transkript anzeigen
00:00:00: Wer heute ein Produkt sucht, fängt damit längst nicht mehr zwangsläufig bei Google an.
00:00:06: Hallo und herzlich willkommen bei Struktur vor Taktik!
00:00:09: Mein Name ist Ehrenkozik von Seobd.
00:00:13: Heute geht es um die Frage wie Produkte in KI-gestützten Suchen auftauchen?
00:00:19: Und was Betreiber von Online Shops darüber tatsächlich wissen können?
00:00:25: Viele Menschen stellen ihre Fragen inzwischen direkt an Chatchi Pity Welcher Kinderwagen passt in einen kleinen Kofferraum, welcher Verstärker funktioniert mit meinen Lautsprechern oder welcher Kaminofen eignet sich für ein Raum mit vierzig Quadratmetern?
00:00:44: Genau an dieser Stelle entsteht eine neue Form von Produkt Sichtbarkeit.
00:00:50: Ich nenne sie in dieser Folge AI Product Visibility.
00:00:56: Das ist kein etablierter Fachbegriff sondern Ein Arbeitsbegriff für zwei ganz nüchterne Fragen.
00:01:04: Tauchen meine Produkte in KI-gestützten Produktsuchen überhaupt auf und liegen dort genug Informationen vor, damit ein System meine Produkten verstehen, vergleichen und einer konkreten Anfrage zuordnen kann.
00:01:22: Eines vorweg – weil sie wichtig ist!
00:01:24: Eine vollständige Liste von Rankingfaktoren Kennt niemand.
00:01:31: Wer behauptet, genau zu wissen wie man ein Produkt in ChatGPT oder Gemini auf Platz eins bringt verspricht mehr als die Datenlage hergibt.
00:01:44: was es inzwischen aber gibt ist offizielle Dokumentationen von OpenAI, Google und Perplexity Und die zeigt ziemlich deutlich wohin sich die Produktsuche entwickelt.
00:01:59: fangen wir mit ChatGPP an.
00:02:01: Erkennt JetGPT in einer Frage eine Kaufabsicht, kann es passende Produkte anzeigen.
00:02:07: Mit Bildern, Produktdetails und Links zu Händlern.
00:02:12: Bei der Auswahl berücksichtigt ist laut OpenAI die Anfrage selbst den Zusammenhang des Gesprächs und strukturierte Produktinformationen zum Beispiel Preise und Beschreibung.
00:02:26: Diese Informationen kommen von den Händlern selbst von Drittanbietern und eben aus weiteren Inhalten im Netz.
00:02:35: OpenAI betont außerdem, dass diese Produktergebnisse unabhängig ausgewählt werden und keine Anzeigen sind.
00:02:43: Anzeige gibt es in ChatGPT inzwischen zwar auch aber sie laufen getrennt davon.
00:02:51: Spannend wird es auf der Händlerseite!
00:02:54: OpenAI hat dafür ein Regelwerk für öffentlich das Agentic Commerce Protocol Das ACP.
00:03:03: Ein Teil davon ist ein Produktfeed, also eine regelmäßig aktualisierte Datei mit der ein Händler seine Produktdaten direkt an OpenAI liefert.
00:03:14: Darin stehen ganz klassische Angaben – Kennungen, Titel, Beschreibung, Preise, Verfügbarkeit, Bilder und Varianten.
00:03:24: Dazu gibt OpenAI konkrete Empfehlungen.
00:03:29: Beschreibungen sollen Zum Beispiel knapp und sachlich sein.
00:03:32: Varianten sollen sauber getrennt werden, wenn sich Titel, Bildpreis oder Verfügbarkeit zum Beispiel je nach Farbe oder Größe unterscheiden dann soll genau das auch in den Daten stehen.
00:03:47: OpenAI schreibt außerdem dass zusätzliche Angaben wie umfangreichere Medien Bewertungen und Leistungssignale des Ranking die Relevanz und das Vertrauen der Nutzer verbessern.
00:04:02: Das ist bemerkenswert, gerade hier lohnt es sich aber sprachlich sauber zu bleiben!
00:04:09: Wir haben damit keine Liste von Budget-GPT Ranking Faktoren – wir wissen lediglich welche Daten OpenAI für seine eigene Infrastruktur empfiehlt zuschreibt.
00:04:31: Und noch etwas gehört dazu!
00:04:34: Der direkte Feed ist bislang nicht für jeden offen, Händler müssen sich dafür bewerben.
00:04:39: Zugelassen sind derzeit nur ausgewählte Partner.
00:04:42: Eine Ausnahme ist Shopify.
00:04:45: Die Produktdaten von Shopify-Händlern sind laut OpenAI bereits über den Shopify-Katalog angebunden ohne dass der einzelne Händlerin noch etwas Zusätzliches tun muss.
00:04:58: Für alle anderen bleibt die klassische Produktseite damit relevant.
00:05:02: Ein freizugängliches Händler-Konto für JGPT gibt es bisher nicht.
00:05:10: Damit sind wir bei Google, ja auch Google baut den Einkauf immer stärker in seine KI Oberflächen ein.
00:05:17: Dafür gibt es einen offenen Standard hier Universal Commerce Protocol das UCP.
00:05:27: er soll es möglich machen direkt im AI-Mode, dem KI Modus der Google Suche oder in Gmini zu kaufen.
00:05:35: Für Handler ist dabei ein Detail besonders interessant.
00:05:38: Google setzt auf dem Auf was es schon gibt nämlich auf den Produktdaten im Merchancenter also in Googles Händlerkonto.
00:05:48: die Produktdate müssen dafür nicht neu aufgebaut werden sondern für den Kauf selbst kommt allerdings weitere Techniken zu.
00:05:57: Noch interessanter ist das Reporting.
00:05:59: Im Merchancenter gibt es inzwischen ein Bericht, der auf Englisch AI Performance Insights heißt.
00:06:09: Er zeigt wie oft die eigene Marke in Googles KI Antworten zu Kaufanfragen auftaucht und zwar im Vergleich zu Wettbewerbern.
00:06:18: Google nennt das Share of Voice.
00:06:22: Dazu kommen die Phasen der Kaufentscheidung – Begriffe mit den Menschen suchen und die Produkteigenschaften nach denen sie fragen.
00:06:29: Der Bericht zeigt sogar, welche dieser Eigenschaften in den eigenen Produktdaten fehlen.
00:06:36: Damit wird etwas messbar, worüber bisher viel theoretisiert wurde.
00:06:43: Jetzt kommt die Einschränkung – und diese ist für uns entscheidend!
00:06:47: Stand Anfang Oktober, zwanzig sechsundzwanzig.
00:06:50: Gibt es diesen Bericht nur für Händlerkonten in den USA?
00:06:54: In Kanada, Australien, Indien und Neuseeland?
00:06:59: Und nur für englischsprachige Suchanfragen?
00:07:02: Der Kauf direkt in Google's KI-Oberflächen ist bislang auf die USA ausgerichtet.
00:07:08: Weitere englische Sprache gemerkte hat Google angekündigt Ja...in Deutschland ist beides noch nicht verfügbar.
00:07:17: Weltweit nutzbar sind dagegen schon zusätzliche Produktangaben im Merchancenter.
00:07:22: Mit ihnen können Händler ihre Produkte so beschreiben, wie Menschen in KI suchen.
00:07:28: eben Fragen.
00:07:31: Bleibt Perplexity.
00:07:34: Auch dort können Nutzerprodukte recherchieren und teilweise direkt kaufen – auch hier bisher allerdings nur in den USA.
00:07:42: Aufschlussreich ist was Perplexities zur Auswahl sagt Händler, die mehr Produktdetails bereitstellen also Verfügbarkeit.
00:07:51: Wieder Bewertungen, Preise und Spezifikation werden mit höherer Wahrscheinlichkeit empfohlen.
00:07:57: oder auch hier gilt laut Anbietern die Produktplatzierungen sind nicht käuflich aktuell zumindest.
00:08:06: Legt man OpenAI Google und Perplexity nebeneinander ergibt sich ein ziemlich klares Bild.
00:08:12: Die klassische Produktsuche war lange auf Suchbegriffe ausgerichtet.
00:08:20: Beispiel jemand tippt Autoradio, CarPlay, Doppel-Dien ein und bekommt eine Ergebnisliste klickt sich durch die Angebote und vergleicht eben selbst.
00:08:33: Eine KI gestützte Produktsache kann viel konkreter aussehen.
00:08:39: zum Beispiel Ich fahre ein siebender Golf, möchte kabelloses CarPlay DAB Plus und eine Rückwahrkamera anschließen.
00:08:49: Und von mir aus höchstens nur was sechsehundert Euro ausgeben!
00:08:52: Was passt?
00:08:55: Um darauf sinnvoll zu antworten muss ein System Produkte nicht nur finden Es muss ihre Eigenschaften verstehen Welche Merkmale vorhanden sind welche Varianten es gibt wofür ein Produkt geeignet ist und worin... ...es sich ähm.. Von alternativen unterscheidet.
00:09:12: Deshalb bekommen eindeutige, strukturierte und aktuelle Produktdaten zusätzliches Gewicht – und genau darin liegt aus meiner Sicht die eigentliche Bedeutung für Online-Shops!
00:09:23: Sie liegt nicht darin, Produktdecks jetzt für ChatGPT zu schreiben, sie liegt auch nicht darinnen überall blind FHQs einzubauen weil irgendeinen Tool behauptet Sprachmodelle würden das bevorzugen und strukturierte Daten garantieren keine Empfehlungen.
00:09:38: Für solche Aussagen gibt es bis jetzt zumindest keine belastbare Grundlage.
00:09:45: Der saubere Schluss lautet aus meiner Sicht anders.
00:09:49: Viele Produktdaten waren bisher vor allem für Google Shopping, für Marktplätze oder die Filter im eigenen Shop wichtig.
00:09:58: Die selben Daten werden zunehmend auch für die Produktsuche über KI verwendet.
00:10:03: Saubere Produkttitel eindeutige Varianten vollständig technische Eigenschaften aktuelle Preise Unverfügbarkeiten verlieren also nicht an Bedeutung im Gegenteil.
00:10:15: Sie wirken inzwischen an mehr Stellen!
00:10:19: Das passt zudem, was Google selbst sagt – die bewährten Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung gelten auch für die KI-Funktion der Suche.
00:10:29: Klassisches SEO und die Optimierung für KI antworten oft Geo genannt lassen sich an dieser Stelle gar nicht sauber trennen.
00:10:39: Für Shops kommt nur eine Ebene dazu.
00:10:42: Produktinformationen müssen nicht mehr nur aufhindbar sein, sie müssen so eindeutig vorliegen dass ein System, ein Produkt einer ganz bestimmten Anforderung zuordnen kann.
00:10:57: Vielleicht ist AI Product Visibility ja deshalb der brauchbarste Arbeitsbegriff für diese Entwicklung Brauchbarer als, weiß ich nicht, Chatchi Petizio oder irgendwelche Geo-Hacks.
00:11:18: Die Frage lautet dann nicht mehr nur ranked mein Produkt?
00:11:24: Sie lautet zusätzlich Kann ein KI System überhaupt erkennen für wen dieses Produkt geeignet ist?
00:11:34: Wer darauf mit seinen Produktdaten eine klare Antwort gibt Ist vorbereitet ganz gleich wann die neuen Funktionen dann endlich bei uns ankommen.
00:11:46: Bis zum nächsten Mal!
Neuer Kommentar